Festakt
20 Jahre Folkival - 16.30 Uhr
Rede & Festakt durch den:die Bürgermeister:in und Johannes Single, Vorstand & Folkival Begründer anlässlich des 20. Jubiläums des Folkival.
Claus Jahn
Folk Close Up – 17 Uhr
Mit „Folk – Close-up“ bringt Claus Jahn sein Soloprogramm auf die Bühne: nah am Publikum, reduziert im Klang und getragen von musikalischen Geschichten, die Raum zum Zuhören lassen.
Seit vielen Jahren ist Claus Jahn mit ganz unterschiedlichen Bandprojekten unterwegs. In seinem Soloprogramm richtet er den Blick nun bewusst auf die leisen Zwischentöne. Nachdenkliche Balladen, traditionelle Melodien und fröhliche Lieder fügen sich zu einem Konzertabend, der von Atmosphäre, Gefühl und der Liebe zu handgemachter Musik lebt. Als Multiinstrumentalist begleitet sich Claus Jahn vor allem auf der Irish-Bouzouki. Je nach Programm kommen weitere Klangfarben hinzu, darunter Cistar, Gizouki, Uilleann Pipes, Low Whistles, Akustikgitarre und E-Gitarre. Seine Musik ist tief in der keltischen Tradition verwurzelt und bleibt dabei doch persönlich, unmittelbar und eigenständig. Claus Jahn versteht sich als musikalischer Erzähler. Mit eigenen Kompositionen, traditionellen Liedern und fein arrangierten Melodien nimmt er sein Publikum mit auf eine Reise in Klanglandschaften, die mal melancholisch, mal heiter, mal verträumt wirken, aber immer von Herzen kommen. „Folk – Close-up“ ist ein Konzert für Menschen, die Musik nicht nur hören, sondern erleben möchten. Ein Abend zum Ankommen, Zuhören und Genießen.
Meister Eckart
Kuriositätenkabinett – 18 Uhr
Die Welt wird immer verrückter und es kommen finstere Zeiten auf uns zu.
Meister Eckarts Kuriositätenkabinett repräsentiert genau das. Ein wenig Endzeit und Fin de siecle, eine Prise Roaring Twenties, ein Hauch Nostalgie aber auch durchaus moderne Steampunkelemente und eine gute Portion bisweilen zynischen Humors. Das Ganze garniert mit einzigartigen, teils historischen Requisiten und einem Künstler, der sehr genau weiß, was er da tut. Professionell inszenierte Magie, nur sehr selten zu sehende Fakirkunst, ominöse Geschichten und absurde Begebenheiten werden untermalt von den sphärischen Klängen der singenden Säge und den charakteristischen Pfeifentönen der Drehorgel. Dieses ebenso einzigartige, wie unvergessliche (Straßen-)Theatererlebnis ist nicht immer leichte Kost, dafür aber auf keinen Fall alltäglich und in bester Tradition fast ausgestorbener Wanderzirkusse und Sideshows. Als wäre das oben genannte nicht schon genug, versteht es der Meister auch noch, sich seine Bühne selbst zu schaffen. Egal ob auf oder neben ihr, in der Sauna oder im Freizeitpark, vor fünf oder 500 Menschen, bei Sturm, Gewitter, Schnee oder tropischen Temperaturen, wer sich durch die obskure und schillernde Welt der Jahrmärkte einer vergangenen Zeit treiben lassen möchte, findet sich bei dieser Show schon nach wenigen Minuten in einer Welt wieder, in der er die glasierten Äpfel und die Zuckerwatte geradezu schmecken kann.
Immer in den Konzertpausen auf dem Vorplatz.
Dave Goodman
Celtic Fingerstyle Guitar – 18.45 Uhr
Der Kanadier Dave Goodman ist ein musikalisches Chamäleon. Aufgewachsen in einer Großfamilie in British Columbia, in der fast täglich Musik gesungen und gespielt wurde, begann er mit 12 Jahren Gitarre zu spielen, vor allem Blues- und Rockmusik. Eines seiner großen Vorbilder war der Bluesgitarrist Dave Vidal. Als Jugendlicher begann Dave sich immer mehr für den Jazz zu interessieren. Mit 17 Jahren wurde er zum „Top Highschool Jazz Guitarist“ gewählt und eingeladen, zu Ehren der kanadischen Jazz-Legende Phil Nimmons zu spielen. Danach studierte er Musik im Vancouver Collage. Nach vielen Jahren in Kanada und USA landete Dave Goodman Ende der neunziger Jahre in Bremen, wo er seitdem lebt. Er schrieb seine ersten Songs und entwickelte sich immer mehr zum Singer/Songwriter. Gleichzeitig begann er, seine phänomenale Fingerfertigkeit auf die akustische Gitarre anzuwenden. In seiner facettenreichen Musik sind die frühen musikalischen Einflüsse ebenso hörbar wie die Farbpalette der anglo-amerikanischen und der irisch-keltischen Musik, die er über die Gene seiner Mutter geerbt hat. Diese Bandbreite verbietet es, ihn als Singer/Songwriter irgendeinem Genre unterzuordnen. Goodmans beindruckende Gesangsstimme variiert von einfühlsamem Timbre bei balladesken Stücken bis hin zu Glissando artigem Blues. Seine Songs sind meist sehr persönlich und spiegeln die Bilder seines Lebens und seiner Reisen. Dave Goodman tourt mittlerweile in ganz Europa und Nordamerika. Er singt und spielt meist Solo - unter anderem auch als Support für Peter Maffey und Joan Armatrading - und außerdem mit seinem eigenen Trio oder als kongenialer Gitarrist für andere Musiker. Er wird sehr oft zu Gitarren-Festivals in Europa und Asien eingeladen und gibt als Lehrer regelmäßige Workshops in Italien, Frankreich und Deutschland. Auf der Bühne ist Dave Goodman Musiker, Storyteller und Entertainer in einem. Sein seltenes Talent, virtuose Gitarrentechnik auf Weltklasse-Niveau mit eindrucksvollem Gesang, Geschichten und Humor zu verbinden, machen seine Konzerte zu einem einzigartigen Erlebnis.
Paul McKenna Band
Celtic Folk – 20.15 Uhr
Paul McKenna versteht es wie kein Zweiter, die feine Balance zwischen modernem Songwriting und traditioneller Musik zu halten und spinnt damit den Faden des Folk-Revivals weiter. Seine Geschichten sind thematisch breit gefächert und immer schlägt sein Herz für die Schwachen und Unterdrückten. Mit seiner unverkennbaren Stimme, virtuosem Gitarrenspiel und großartigen Liedern wird er als Nachfolger von Dick Gaughan und Andy Irvine gehandelt. McKenna’s Band ergänzt seine Songs mit treibenden Tunes auf Fiddle, Flutes und Whistles. Percussions, Banjo und Bouzouki sorgen für den nötigen Druck und machen die Paul McKenna Band zu einer exzellenten Festival-Band. Kopf- und Bauchmusik vom Feinsten - clevere und sozialkritische Texte treffen auf fetzige Tunes und tanzbare Arrangements. Seit ihrem ersten Auftritt 2006 beim Moniaive Folk Festival in den schottischen Lowlands ist viel passiert. Zusammen mit seiner Band gilt Paul McKenna als einer der gefragtesten Acts der schottischen Szene und feiert weltweit große Erfolge. Bühnen werden größer, Tourneen werden länger, und immer mehr Fans erleben mitreißende und bewegende Konzerte von großer musikalischer Bandbreite.
Cara
Celtic Folk – 22 Uhr
Gudrun Walther und Jürgen Treyz sind alte Freunde des Kuckucksei und von Johannes; als Duo waren sie auch schon beim ersten Folkival mit dabei. Was läge nun näher, als Cara als Abschluss unseres Jubiläumsfestivals zu buchen.
Cara begeistern weltweit mit einzigartigen Interpretationen keltischer Musik, fest verwurzelt in der irischen und schottischen Tradition. Mit innovativen Arrangements traditioneller Stücke und vielfach gefeierten Eigenkompositionen schaffen sie einen unverwechselbaren Sound. Der gesangliche Bogen spannt sich von träumerischen Balladen über archaische gälische Mouth Music bis hin zu eigenen Songs mit aktuellem gesellschaftspolitischem Bezug, wobei sich die beiden Lead-Sängerinnen Gudrun Walther und Kim Edgar immer mit traumwandlerischer Sicherheit ergänzen. Die Songs wechseln sich ab mit rasanten Instrumentalstücken, die vom virtuosen Zusammenspiel von Fiddle und Uilleann Pipes leben. Der 2017 zum UNESCO Weltkulturerbe erhobene irische Dudelsack wird gespielt von Simon Pfisterer, der dieses außergewöhnliche Instrument in Irlandstudiert hat. Was Cara außerdem besonders macht, sind die Interaktion von Gitarre und Piano und die ausgefallenen und rhythmisch und harmonisch reichhaltigen Arrangements der Band. Sie tragen die Handschrift von Jürgen Treyz, Gitarrist, Produzent und musikalisches Mastermind der Band. Vom Opener bis zur Zugabe setzen Cara in ihren Konzerten Glanzpunkte, nicht zuletzt durch die packenden Soli, die jedes Bandmitglied beisteuert, und überraschen das Publikum mit immer neuen Klängen. Abgerundet durch die charmant-humorvolle Präsentation garantiert ein Abend mit Cara höchsten musikalischen Genuss und beste Unterhaltung. Tourneen undumjubelte Konzerte in den USA, Australien, Irland, Schottland, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Benelux, Österreich, Italien und der Schweiz belegen die Erfolgsgeschichte der Band.Die multinationale Besetzung aus irischen, schottischen und deutschen Musiker:innen hat sich in den über 23 Jahren Bandgeschichte zwar verändert, doch eines ist geblieben: die enge Freundschaft als Herzstück dieser musikalischen Zusammenarbeit –ganz im Sinne des irischen Wortes „cara“, das „Freund“ bedeutet. Mit ihrem aktuellen Album ‚Our Ship Is Ready‘ reagieren Cara auf die Herausforderungen unserer Zeit mit einer reflektierten, hoffnungsvollen und lebensbejahenden Perspektive. Themen wie Emigration, Liebe, Verlust und Klimawandel finden darin ebenso Raum wie die bemerkenswerte Kraft traditioneller Musik, selbst in schwierigen Zeiten Hoffnung zu schenken –als Brücke zwischen dem Bewusstsein für komplexe Realitäten und dem Mut zum Handeln.
Whiskytasting
Es gibt Spirituosen, die eher zurückhaltend sind, andere verstellen sich gerne, Whisky jedoch bringt ohne Scham sein wahres Ich zum Vorschein, er gibt sich ehrlich und ohne Zurückhaltung. Manche Geister werden fast bis zur Geschmacks- und Geruchsneutralität 'verbrannt', um danach dann wieder mit Kräutern und Essenzen auf den Geschmack gebracht zu werden. Oder um auch einfach so geschmacklos in Massen die Kehlen hinabgestürzt zu werden. Unsere Whisky-Verkostung ist vor allem für all jene gedacht, die sich dem Mysterium Whisky annähern wollen. Mit drei Geschmacksproben des edlen Wassers werden wir uns auf eine kulinarische Entdeckungsreise begeben. So widmet sich das Tasting vor allem der Herstellung, den verschiedenen Whiskyregionen und den unterschiedlichen Abfüllungen. Mit so manch lustiger Anekdote werden wir uns geistig nach Schottland begeben und einen liquiden Ausflug zu den Ursprüngen des „Wassers des Lebens“ unternehmen.
Samstag, 18. September – 16 Uhr
Kosten: 21 Euro pro Person. Nur mit Voranmeldung via
folkival.de/kontakt/whiskytasting